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Mittwoch, 12. Februar 2003
Depressionen schneller erkennen


Nürnberger Hausärzte stellen fünf einfache Fragen
Eine Depression ist für Hausärzte schwer zu erkennen, da sie sich oft hinter körperlichen Beschwerden verbirgt. Viele Nürnberger Hausärzte setzen deshalb im Rahmen eines aktuellen Forschungsprojekts einen Fragebogen zur Diagnose der Erkrankung ein, den sogenannten „WHO-5“. Er wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) entwickelt und besteht aus fünf einfachen Fragen, zum Beispiel zu Stimmung oder Lebensfreude. Der Patient füllt im Wartezimmer den Fragebogen aus. Zeigen seine Antworten ein auffälliges Ergebnis, kann der Hausarzt durch gezieltes Nachfragen die Diagnose sichern. „Depression ist eine der großen Volkskrankheiten. Nach ihr sollte ebenso wie nach Blutzuckererkrankung oder Bluthochdruck routinemäßig gefahndet werden“, so die Psychiaterin Frau Dr. Henkel. Ebenfalls wird zur Zeit in Nürnberg untersucht, wie leichtere Depressionen in Kombination mit Angst oder körperlichen Beschwerden am besten zu behandeln sind.  Hierbei kommen bewährte Medikamente und Psychotherapien zum Einsatz. Depressiv Erkrankte, die an einer Studienteilnahme interessiert sind, können sich über ihren behandelnden Arzt an das Studienzentrum in Nürnberg wenden oder auch direkt mit dem Studienzentrum Kontakt aufnehmen. Telefon:  0911/5301809 (Dr. Schütze) oder 0911/58079595 (Dr. Scheunemann).

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