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Freitag, 6. Juli 2001 "Viele Selbsttötungen geschehen vor dem Hintergrund einer Depression oder einer anderen psychiatrischen Erkrankung", sagt Prof. Dr. Ulrich Hegerl. Der Psychiater ist Sprecher des Forschungsprojektes Kompetenznetz "Depression", das sich auch mit der Prävention von Suiziden im Rahmen eines Nürnberger Pilotprojektes beschäftigt. Obwohl vier Millionen Deutsche unter Depressionen leiden, wird die Erkrankung oft nicht erkannt und die Leiden der Betroffenen werden verharmlost. "Depressionen sind mit Medikamenten oder Psychotherapie erfolgreich behandelbar", so Hegerl, "aber derzeit erhalten nur 10 Prozent der Betroffenen eine adäquate Therapie." Das Forschungsprojekt will die Krankheit und ihre Symptome bekannter machen und in der Bevölkerung das Wissen verankern, dass depressiv erkrankte Menschen professionelle Hilfe benötigen. "Depression ist keine‚ 'Befindlichkeitsstörung', sondern eine ernst zu nehmende Krankheit, die lebensbedrohlich verlaufen kann, wenn die Betroffenen nicht angemessene Unterstützung bekommen", betont Prof. Dr. Ulrich Hegerl. Erste Anlaufstellen für Menschen in Krisensituationen sind die Telefonseelsorge, die Notfallambulanzen psychiatrischer Kliniken oder der örtliche Ärztliche Notdienst. Die Telefonseelsorge bietet durchgehend anonyme Beratung für Menschen in Krisensituationen an: 0 800 / 1 11 01 11 Kompetenznetz Depression, Sprecher: Prof. Dr. Ulrich Hegerl Öffentlichkeitsarbeit Kompetenznetz Depression
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