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Donnerstag, 6. Oktober 2005
Aus aktuellem Anlass: Empfehlungen zur Medienberichterstattung über Suizid

Nach den jüngsten Suiziden Prominenter weist das Kompetenznetz Depression, Suizidalität auf die besondere Verantwortung der Medien hin, die diese durch die Art und Weise ihrer Berichterstattung innehaben. Bestimmte Formen von Meldungen, Artikeln und Headlines in den Medien können weitere Suizide als Nachahmungstaten hervorrufen – der so genannte „Werther-Effekt“ gilt in der Wissenschaft als gesichert.

Das Kompetenznetz Depression, Suizidalität hat Empfehlungen zur Berichterstattung in den Medien über Suizid herausgegeben. Die Nachahmungsgefahr beispielsweise sinkt, wenn

·       der Suizid als Folge einer Erkrankung (z.B. Depression) dargestellt wird, die erfolgreich
        hätte behandelt werden  können

·       alternative Problemlösungen und Fälle von Krisenbewältigung aufgezeigt werden

·       Helplines und Hilfekontakte angegeben werden

·       Expertenmeinungen eingeholt werden

·       Hintergrundinformation zum Krankheitsbild Depression gegeben werden

·       über die Arbeit professioneller Helfer berichtet wird.

Ein spezieller Medien-Guide liefert weitere Informationen und Empfehlungen.

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