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Mittwoch, 25. Mai 2005
„Forschungsnetz Ambulante Versorgung“ in Nürnberg führt neue Studien durch

Hilfe für Menschen mit Depressionen und Angststörungen

Über 20.000 Menschen dürften allein in Nürnberg aktuell von einer behandlungsbedürftigen Depression betroffen sein, geht man von der Anzahl von fünf Prozent Betroffener in der Bevölkerung insgesamt aus. Das „Forschungsnetz Ambulante Versorgung“ bietet Patienten aus der Region die Möglichkeit, an neuen wissenschaftlichen Studien zum Thema Depression sowie Angststörungen teilzunehmen.

Fehlt ein Arbeitnehmer im Job wegen Krankheit, so steckt in zehn Prozent aller Fälle eine psychische Erkrankung dahinter. Wie die Deutsche Angestellten-Krankenkasse (DAK) jüngst meldete, nahmen Krankschreibungen auf Grund psychischer Störungen innerhalb der vergangenen sieben Jahren um 70 Prozent zu. Die häufigsten psychischen Erkrankungen sind Angststörungen und Depressionen. Betrachtet man die De­pressionen, so stieg die Zahl der dadurch bedingten Krankheitstage allein seit 2000 um 42 Prozent an.

 

Hinter diesen Zahlen verbirgt sich häufig enormes Leid für die Betroffenen, ihre An­gehörigen und Freunde. Viele Patienten haben einen langen Leidensweg hinter sich. Eine Depression zum Beispiel ist häufig schwer zu erkennen, sowohl für die Betroffe­nen selbst wie unter Umständen auch für den Hausarzt. Auch wenn Depressionen heute gut behandelbar sind, so erhalten doch viele Patienten nicht die optimale Therapie.

 

Eine Behandlung nach neuestem wissenschaftlichen Stand erhalten Patienten im Nürnberger „Forschungsnetz Ambulante Versorgung“ (FAV). Dort werden zwei neue, große Studien zum Thema Depression und zu Angststörungen durchgeführt. Vor dem Hintergrund einer optimalen medikamentösen Therapie geht es um die Langzeitbe­handlung und um die Rückfallprophylaxe dieser Erkrankungen.

 

Betroffene, die Interesse an der Teilnahme an einer wissenschaftlichen Studie haben, können sich direkt im FAV melden:

 

Forschungsnetz Ambulante Versorgung

Dr. Isabel Hach, Winfried Scheunemann

Keßlerplatz 5, 90489 Nürnberg

Fon 0911/ 5807 95 95 oder 0911/ 530 18 09, Fax 0911/ 530 18 31

Mail: studienzentrum.nuernberg@gmx.de

Internet : http://www.kompetenznetz-depression.de/

 

Das „Forschungsnetz Ambulante Versorgung“ ist als medizinisches Studienzentrum Teil des an der Ludwig-Maximilians-Universität München angesiedelten Kompetenz­netzes Depression, Suizidalität dessen Sprecher Prof. Dr. Ulrich Hegerl ist. Betroffene werden hier in Kooperation mit niedergelassenen Ärzten behandelt.

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