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Mittwoch, 12. Januar 2005 Mit der „Europäischen Ministeriellen WHO-Konferenz Psychische Gesundheit“, zu der Vertreter aus 58 Ländern nach Helsinki eingeladen wurden, reagieren vornehmlich europäische Mitglieder der World Health Organisation (WHO) auf die zunehmende Bedeutung psychischer Probleme. Auf der Konferenz werden vom 12. bis zum 15. Januar 2005 die Mitgliedsländer die Lage der psychischen Gesundheit in ihrer Region darstellen sowie eine Erklärung und einen Aktionsplan mit Verbesserungsmaßnahmen vereinbaren. In Deutschland sind circa fünf Prozent der Bevölkerung akut an einer Depression erkrankt, in Europa geht man von ähnlichen Zahlen aus. Obwohl es wirksame Behandlungsmethoden gibt, ist die Versorgung der Betroffenen häufig nicht optimal. Erschwerend kommt hinzu, dass die Depression in der breiten Öffentlichkeit oft nicht als ernsthafte Erkrankung wahrgenommen wird. Das erfolgreiche, wissenschaftlich evaluierte Programm des „Bündnisses gegen Depression“ führte in der Modellregion Nürnberg zu einer signifikanten Senkung der Anzahl von Suiziden und Suizidversuchen – einem wichtigen Indikator für eine suboptimale Diagnose und Therapie der Depression - um über 20 Prozent. Das internationale Interventionsprogramm „European Alliance Against Depression“ gründet auf den Erfahrungen und Materialien des Nürnberger Programms, das um Kenntnisse aus anderen europäischen Ländern erweitert wird. Im Rahmen der „European Alliance Against Depression (EAAD)“ werden, basierend auf einem gemeinsamen Katalog von Materialien (unter anderem Fortbildungspakete, Evaluationsinstrumente, Videos, Flyer, Poster, Kinospot), zunächst modellhaft regionale Aktionsprogramme durchgeführt, die dann auf andere Regionen in den jeweiligen Ländern ausgeweitet werden. Weitere Infos:
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