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Donnerstag, 19. Februar 2004 Die Depression gehört neben der Demenz zu den häufigsten psychiatrischen Erkrankungen im Alter: Unter den über 65-jährigen leiden circa fünf Prozent an einer behandlungsbedürftigen Depression. Menschen, die aufgrund ihres körperlichen und seelischen Gesundheitszustandes in Alten- und Pflegeheimen leben, haben sogar ein Risiko von mehr als zehn Prozent, an einer Depression zu erkranken. Die Lebenserwartung steigt in unseren Breitengraden kontinuierlich an. Im Alter von 65 Jahren haben Menschen oft noch ein ganzes Drittel ihres Lebens vor sich. Für viele ist es nicht einfach, alt zu werden: Die Leistungsfähigkeit nimmt ab, körperliche Beschwerden häufen sich und es wird zunehmend schwieriger, im gewohnten Tempo des Alltags mitzuhalten. Trotzdem behalten sie in der Regel die Fähigkeit, ihr Leben selbständig und interessant zu gestalten. Die Erkrankung Depression hat nichts mit vorübergehender schlechter Stimmung zu tun, die wir alle kennen. Symptome wie anhaltende Interesse- und Hoffnungslosigkeit, ein herabgesetztes Selbstwertgefühl, Schuldgefühle, Antriebs- und Energielosigkeit sowie Suizidgedanken sind Warnzeichen einer Depression. Hinzu kommen körperliche Symptome wie Magen- und Rückenschmerzen oder Schlaf- und Appetitlosigkeit. Gerade die vielfältigen körperlichen Symptome im Alter erschweren eine korrekte Diagnose. Wird die Depression nicht erkannt und behandelt, kann dies neben dem persönlichen Leid und zunehmender sozialer Isolierung zu vermehrtem Auftreten weiterer körperlicher Erkrankungen und zu erhöhter Mortalität führen. Das Suizidrisiko ist bei älteren Menschen und ganz besonders bei alten Männern deutlich erhöht. „Dabei sind Depressionen auch bei älteren Menschen gut behandelbar“, weiß Prof. Ulrich Hegerl, Psychiater an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und Sprecher des „Kompetenznetzes Depression, Suizidalität“. Studien konnten die Wirksamkeit von medikamentösen Therapien und psychotherapeutischen
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