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Unter allen Krankheiten, die zu Suiziden führen, steht die Depression mit 40-70% an der Spitze1.
Die hohen Suizid- und Suizidversuchszahlen sind inakzeptabel, da der großen Mehrzahl aller depressiven Menschen durch eine konsequente Behandlung gut geholfen werden könnte. Insbesondere Depressionen lassen sich durch Antidepressiva und Psychotherapie gut behandeln und so Suizidalität verhindern. Deshalb ist das bessere Erkennen (Diagnostik) und die konsequentere Behandlung depressiv Erkrankter ein gesundheitspolitisches Ziel mit höchster Priorität. Depressionen führen zunehmend zu Arbeitsunfähigkeit und Arbeitsausfällen. Nach Angaben der Techniker Krankenkasse waren im Jahr 2003 psychische Erkrankungen nach den Rückschmerzen eine der wichtigsten Ursachen von Krankschreibungen, so dass nach Hochrechnungen auf das gesamte Bundesgebiet etwa 18 Millionen Arbeitsfehltage auf die Diagnose „Depressive Störungen“ zurückgehen3. Referenzen 1Lönnquist, J. (2000). Psychiatric Aspects of suicidal behaviour: depression. In K. Hawton & K. van Heeringen (Eds.), The International Handbook of Suicide and Attempted Suicide (pp. 107-120): John Wiley & Sons,Ltd.2Statistisches Bundesamt (1998). Gesundheitsbericht für Deutschland. Stuttgart: Metzler-Poeschel 3Gesundheitsreport 2003 – Veröffentlichungen zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement der TK. Techniker Krankenkasse, Hamburg. Seite erstellt am 01.08.2000
Autor: Ulrich Hegerl >> mehr
Letzte Änderung am 29.11.2004 |