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Depression und Kindheit und Jugend Kleine Kinder können keine schwere Depression entwickeln - von dieser Hypothese gingen Ärzte und Forscher bis in die 1980er Jahre aus. Heute gilt das nicht mehr. Wenn ein Kind ständig weint, ein negatives Selbstbild hat, seine Aktivität herabgesetzt ist und es davon spricht, nicht mehr leben zu wollen, so handelt es sich um depressive Symptome wie bei einem Erwachsenen auch. Vor der Pubertät gibt es keinen deutlichen Unterschied in der Depressionshäufigkeit zwischen Mädchen und Jungen. Nach der Pubertät jedoch sind wesentlich mehr Mädchen als Jungen depressiv. Die 15-19jährigen Frauen haben außerdem die höchste Suizidversuchsrate überhaupt. Alarmierend ist die in den letzten Jahren in mehreren Ländern zu beobachtende Zunahme der Suizidrate bei männlichen Jugendlichen1. Jugendliche machen während ihres Reifeprozesses zahlreiche neue Erfahrungen: Verliebtsein, Trennung, Ablösung vom Elternhaus. Dies alles bringt eine gewisse Verunsicherung mit sich, die wiederum Depressionen und/oder Suizidgedanken auslösen könnte. 1Apter, A. (2001). Adolescent suicide and attempted suicide. In D. Wasserman, (Hrsg.), Suicde. An unnessecary death (pp. 181-194). London: Martin Dunitz. Seite erstellt am 01.08.2000
Autor: Ulrich Hegerl >> mehr
Letzte Änderung am 22.11.2004 |